SCHLUFF JULL

Was für ein Name.
www.schluffjull.com
Und dort ist auch alles über diese Supergruppe zu erfahren.
Eine Kapelle am linken Niederrhein, in der Provinz?
Eleni’s Musikcafe in Viersen, 30. April 2010: Tanz in den Mai!
Zweimal hab’ ich sie bislang gehört und kann nicht genug bekommen.
Neun Musiker um ihren Bandleader Olaf Kalemba:
Guitarren, Bass, Drums, Percussion, Keyboards
plus Bläserset: tenor sax, sopran/alt sax und trumpet.
Musik, die man jeden Abend live hören möchte.
Eine Mischung aus allem was gut ist:
Blues, Rock, Soul, Folk, Country, ja selbst Jazz,
in der uramerikanischen Tradition von Bands
wie Grateful Dead , The Band und Bob Dylan’s Band.
„All along the Watchtower“, den Song von Dylan,
den erst Jimi Hendrix’ Fassung wirklich bekannt machte,
hört man in einer  aufreizenden Version von Schluff Jull.
Allein deswegen hat der Weg in die Provinz gelohnt.
Kaum zu glauben, aber es gibt noch Überraschungen in diesem Genre.
Sie spielen demnächst wieder in der Nähe.,
Schaut auf deren Seite, so wisst ihr Bescheid!
Wir treffen uns dann dort und rocken lockere 2 Stunden ab...

 

 

 

 

 


 

Miles Davis
„Kind of Blue“

Mit über 6 Millionen verkauften Exemplaren ist
diese Aufnahme fast ein „Muß“ für jede
Sammlung eines Jazzfans.
(Und die meisten haben sie auch!)

Im März und April 1959 entstanden in New York
die improvisatorisch anmutenden Stücke.
Keinesfalls, wie Legenden verlautbaren, in „first takes“ aufgenommen,
sondern in mehrfachen Versuchen, die aus verschiedenen Gründen
(schlecht begonnen, falsch gespielt, technische Störungen etc.)
erforderlich wurden.

Wenn man die „Platte“ das erste Mal hört,
ist man sowohl vom Sound beeindruckt
als auch gleichermaßen von der Atmosphäre eingefangen,
die sich in dieser Musik aufbaut.
Eine seltsam wohltuende Stimmung breitet sich aus,
kaum zu hören bei üblichen Jazzstücken dieser und der heutigen Zeit.

Zu hören sind darauf (!):
„Miles Davis, trumpet and leader,
Julian Adderley, alto saxophone,
John Coltrane, tenor saxophone,
Wyn Kelly, piano,
Bill Evans, piano,
Paul  Chambers, bass, and
James Cobb, drums.”

„Die Soli auf Kind of Blue sind deutlich langsamer mit lang gezogenen Tönen,
ein Kennzeichen des damals noch ziemlich neuen modalen Jazz.
Während sich etwa beim Bebop nach fast jedem Takt die Harmonie und damit
die Skala für den Instrumentalisten ändert, wird beim modalen Jazz durchaus
über 16 oder mehr Takte dieselbe Harmonie verwendet, was den Musikern
völlig neue Möglichkeiten eröffnete.“ (Wikipedia)

Ein Meilenstein in der Geschichte des Jazz !


 

Bob Dylan

„He not busy being born / Is busy dying“
sang Bob Dylan in seinem Song
„It’s  Alright, Ma (I’m Only Bleeding).
Und unter vielen erinnerungswürdigen Zeilen,
könnte diese als sein Lebensmotto gelten.
Während seiner (immer noch) andauernden Karriere,
wurde er „kontinuierlich geboren und wieder geboren“.
(Übersetztes  Zitat von Jonathan Cott, A Rolling Stone Press Book, 1985)

Wenn man fragt, kennst Du Bob Dylan, kommt als Antwort in aller Regel:
Ja, „Blowing  In The Wind“, „The Times They Are A Changing”
und “Mr. Tambourine Man”.
Und damit hat’s sich’s meistens, denn das war ja vor langen Zeiten.
Nun empfehle ich sein Album „DYLAN  2007“.
Eine „Best Of“- Auswahl des „Song and Dance Man“,
technisch auf höchstem Stand, die geeignet ist,
alle bisherigen Vorurteile, falls man sie je hatte, über Bord zu werfen.
Darauf sind u. a. folgende hinreißenden Lieder zu hören:

Don’t Think Twice, It’s Alright
Subterranean Homesick Blues
Like A Rolling Stone
It’s All Over Now, Baby Blue
All Along The Watchtower
Tangled Up In Blue
Simple Twist Of Fate
It’s Not Dark Yet
When The Deal Goes Down

Es ist tatsächlich eine außergewöhnliche Zusammenstellung.
Sie sind großartig, bedeutend sogar, diese Arbeiten, einige vermisst man,
aber kein anderer „Singer-Songwriter“ schreibt und singt derartig viele gute Stücke.
Das heißt: Für einen (wenn auch späten) Einstieg ist dieses Angebot unschlagbar.

Bei Saturn gibt’s dieses Album für unter 20 Euro.
51 Songs auf 3 CD’s mit einer Spieldauer von über drei Stunden.
Da werden die Ohren wieder frei vom Mainstream, der uns so sehr vom guten Spielen und Hören ablenken will, oder?